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Liberale Ansätze gegen die Wohnungsnot

„Auf eine Wohnung kommen in Augsburg im Schnitt 80 Bewerberinnen und Bewerber“, so beginnt Maximilian Funke-Kaiser (24) seinen Vortrag über liberale Ansätze gegen die Wohnungsnot, zu dem die FDP Kempten am Mittwoch, den 30.08.2017 einlud. „In Kempten sieht die Situation nicht viel besser aus. Die  Immobilienpreise sind hier innerhalb eines Jahres um ca. 40%  gestiegen.“, so der Immobilienexperte und FDP Bundestagskandidat aus Augsburg. „Gerade die Studierenden und Menschen mit geringem Einkommen tun sich schwer in Kempten eine bezahlbare Wohnung zu finden“, bestärkt der Vorsitzende der Jungen Liberalen Allgäu Michael Käser (25). Doch was ist der Grund für die gestiegenen Immobilienpreise? Die Antwort: Der Staat. Dieser trug in den letzten Jahren mit immer mehr gesetzlichen Vorgaben zu der Teuerung bei. Bundestagskandidat Stephan Thomae kritisiert den realitätsfernen Aktionismus der GroKo indem er sagt: „Wer versucht die Gesetzte des Marktes mit einem Pinselstrich auszuhebeln, wird – wie mit der Mietpreisbremse – gnadenlos scheitern. Wir brauchen mehr Angebot auf dem Markt, nicht mehr Regularien. Was bringt es jemandem in einem energetisch top sanierten Haus zu wohnen, wenn man die Miete nicht zahlen kann?“ Was können Ansätze sein, um das Angebot an Wohnraum zu steigern und dadurch die Mietpreise zu senken?

„Durch Anreize wie eine degressive Abschreibung, Entbürokratisierung und den Wegfall der Grunderwerbssteuer für die erste selbstgenutzte Immobilie kann privates Kapital mobilisiert werden, um der steigenden Nachfrage in Ballungsgebieten mehr Angebot entgegenzustellen.“, so Funke-Kaiser. Auch die Idee weg von einer Grundsteuer, hin zu einer Bodenwertsteuer hält der Vorsitzende der Jungen Liberalen Schwaben für sinnvoll. „Somit würde derjenige „belohnt“, der das Grundstück intensiver nutzt und nicht als reines Spekulationsobjekt unbebaut liegen lässt.“ Des Weiteren brauche man einen besseren ÖPNV, um die „Speckgürtel“ der Städte zu erschließen und es müsse mehr Bauland ausgewiesen, sowie mehr verdichtet werden. Einen reinen Fokus auf sozialen Wohnungsbau erteilte Funke-Kaiser eine Absage: „Wir sollten uns vermehrt auf Subjekt- anstatt Objektförderung konzentrieren. Viele Menschen in Deutschland hätten Anspruch auf Wohngeld, wüssten dies aber noch nicht einmal. Dies wäre bedarfsgerechter und effektiver als jede Millioneninvestition in sozialen Wohnungsbau.“  , so Thomae abschließend.


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